Steuerpflicht Prostitution

steuerpflicht prostitution

Steuerpflicht Prostitution

Prostituierte unterliegen den deutschen Steuergesetzen. Sie können nach den geltenden Gesetzen zu Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Gewerbesteuer und anderen Steuerarten herangezogen werden. Betreiber sind verpflichtet, alle Zahlungen der Prostituierten, die sie im Rahmen ihres Prostitutionsgewerbes sexueller Dienstleistungen erbringen, aufzuzeichnen und buchhalterisch zu erfassen sowie zu quittieren. Diese Aufzeichnungspflicht des Betreibers umfasst auch den umgekehrten Fall, dass der Sexworker oder die Sexworkerin Zahlungen seitens des Betreibers oder der Betreiberin erhält. Das neue Prostitutionsschutzgesetz 2017 eröffnet den Finanzbehörden mehr Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten und soll der Eindämmung von Steuerhinterziehung dienen.

Informationspflicht der Behörden zur Steuerpflicht Prostitution

§7 ProstSchG weist auf die Informationspflicht der Behörde, im Rahmen des Informations- und Beratungsgespräches hin. Die Behörde muss Informationen über die bestehende Steuerpflicht der aufgenommenen Tätigkeit (Steuerpflicht Prostitution, ProstSchG) und die in diesem Zusammenhang zu erfüllenden umsatz- und ertragsteuerrechtlichen Pflichten bereitstellen. Die zuständige Behörde stellt der oder dem Prostituierten während des Beratungsgesprächs Informationen zur Ausübung der Prostitution in geeigneter Form zur Verfügung. Die Informationen sollen in einer Sprache verfasst sein, welche die oder der Prostituierte versteht.

Betreiber von Prostitutionsstätten können hier wichtige Informationsbroschüren bezüglich der deutschen Steuergesetze und Steuerpflicht Prostitution beziehen.